Wie sieht das Agenturmodell der Zukunft aus?

Geordnete Gedanken ergeben geordnete Geschäftsmodelle.

Wohin geht die Reise in der Werbung? Diese Frage wird uns bei WALSINGHAM oft gestellt. Aus diesem Anlass riskieren wir heute einen kurzen und knackigen Blick in die Glaskugel. Genau wie andere Experten sind auch wir der Meinung, dass das klassische Agenturmodell sich bis zur Unkenntlichkeit wandeln wird. Das prophezeit Peter T. Strom, WALSINGHAMs strategischer Vordenker, im Übrigen schon seit Jahren. Die Zukunft der Branche liegt vermutlich bei Customized Agencies – die bis zu einem gewissen Grad gut funktionieren – und so genannten „Enablern“. Die stellen ihren Kunden Ressourcen und Technologie zur Verfügung.

Aber sind das noch Agenturen? In vielen Bereichen der Branche war noch nie eindeutig festzustellen, wer nun eine Agentur ist, und wer nicht. Alle möglichen Dienstleister beanspruchen dieses schicke Label für sich – selbst Unternehmen, die bloße Werbemittel-Beschaffer und -Händler sind. 

Eine Definition, auf die die meisten Kreativen sich stets einigen konnten, war bei einer Agentur von einem Unternehmen zu sprechen, in dessen Geschäftsmodell es verankert ist, über Kreation Wertschöpfung zu generieren.

Kreation im Tagesgeschäft gerät mehr und mehr unter Druck

Was passiert aber in Zeiten sich verändernder Spielregeln, in denen weniger Kreation im Tagesgeschäft stattfindet? Das Agenturmodell, wie wir es über Jahrzehnte kannten, gerät damit mehr und mehr unter Druck.

In Zukunft wird vermutlich der Kunde noch viel stärker als bisher Prioritäten bei der Agenturgestaltung setzen (vgl. Customized Agencies).

Alles ist kundenzentriert und ordnet sich den Bedürfnissen des Kunden unter. Die Kunden haben dabei inzwischen allesamt Noam Chomskys Dictum aus der Linguistik verinnerlicht, dass Vereinfachung und Verringerung von Komplexität stets mit Optimierung gleichzusetzen seien. Customized Agencies werden definitiv eine große Rolle spielen – vielleicht sogar eine größere als Lead Agencies oder klassische Agenturen. Das ist allerdings nur eine kühne Vermutung unsererseits.

Große Beratungen haben sich bereits als "Enabler" positioniert

Nicht zu unterschätzen ist außerdem der Druck, den große Beratungen wie Accenture oder PWC schon jetzt auf den Markt ausüben. Er ist der zweite große Faktor. Diese großen Player haben sich bereits als „Enabler“ positioniert. 

Was einerseits wie die Zukunft der Kommunikation klingt, kann aber auch ihr Schwanengesang sein. Denn, wie schon David Ogilvy sagte, „creative is not a department“. Wenn es jedenfalls um Enabling geht, muss nicht zwangsläufig der Gang zu den großen Beratungen der richtige Weg sein. Hier haben auch Sie Ihren Kunden einiges zu bieten – mit den richtigen Helfern an Ihrer Seite. Denn auch WALSINGHAM verfügt über potente Partner, die interessante Echtzeitlösungen für die aktuellen Fragen des Kommunikationsbusiness bieten. Sprechen Sie uns einfach an – wir helfen Ihnen gern, neue Potenziale für Ihre Agentur zu „enablen“. So können Sie bei Ihren Kunden Trümpfe ausspielen.

 

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